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Postkoloniale Tragikomödie und eine Ode an den guten alten Judenhass
Inspiriert von Molières “Tartuffe”
Mit anschließendem Publikumsgespräch 


15 Uhr
22. März 2026


Neue Synagoge - Großer Saal
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Oranienburger Str. 28
10117 Berlin

Mit Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland

TICKETS
​an der abendkasse
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Zwei Schauspieler, denen es gelingt, in die Rolle von sechs ganz unterschiedlichen Charakteren zu schlüpfen - das ist große, wenn auch bedrückende Kunst...

Eine Berliner WG, zwei neue Mitbewohner, alte Vorurteile und das Gefühl, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Schließlich befreit sich Palästina nicht von selbst. Wenn nur diese Almans nicht so viele Schuldgefühle hätten und diese verdammten Zionisten nicht überall ihre Finger im Spiel hätten! 

Ein Theaterabend über linken Antisemitismus und die wahre Bedeutung der Wörter.

Das Kollektiv Amt für Darstellende Künste macht beissend aktuelles und gerade deswegen unterhaltsames und zugleich bewegendes Theater. Ihr satirischer Theaterabend "There is Only One Solution - Call the Polizei!” wird mit der Zeit leider aktueller denn je, denn es geht um den guten alten Judenhass, der als Israel-Kritik getarnt immer mehr Menschen auf die vermeintliche "richtige Seite der Geschichte" zieht. In knapp eineinhalb Stunden zeigen die zwei Darsteller*innen, in Anlehnung an Molières Tartuffe, die rasante Geschichte einer Berliner WG, die durch einen neuen Mitbewohner zu einem wahren Schlachtfeld wird - schließlich befreit sich Palästina nicht von selbst! 

Die Studentin Jasmina möchte im Leben alles richtig machen. Sie hat ja ganz viele Privilegien und eine Eigentumswohnung in Charlottenburg, die sie als WG mit ihrem besten Kumpel Manu teilt. Neuerdings hat sie spontan den Aktivisten Jonathan bei sich aufgenommen, um endlich auch ihren Beitrag für die gerechte Sache der Palästinenser zu leisten. Als herauskommt, dass Jasminas Haushaltshilfe Natalya Verwandte in Israel hat, kommt der Krieg endgültig in ihrem Wohnzimmer an. Manu hat einen schrecklichen Verdacht, kann aber Jasminas Glauben an Jonathan nicht erschüttern. Trotzdem benimmt sich auch Jonathan immer seltsamer. Es tauchen komische Dinge in der Wohnung auf und ein weiterer mysteriöser Mitbewohner zieht ungefragt ein. Nun muss Jasmina sich aber wirklich die Frage stellen: was bedeutet eigentlich "Intifada”?!

Team

Von und mit Konstantin Frank und Maria Agni
Bühne & Kostüme: Marena XP
Fotos: Grigory Shklyar, Rina Ginzburg
Licht & Ton: Olga Kasyanova
Design: Wasser
​Video: Alexey Amelyushkin

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In Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Projekt Impuls und aMensch e.V.
Diesem Stück wünscht man ein großes Publikum..
Gaza-Krieg, Bombenbauer, Migrantenschicksal - ist das der Stoff für eine absurde Komödie? Aber ja! Für uns war es jedenfalls ein unterhaltsamer und nachdenklich machender Theaterabend...
Ein großartiges Stück - oft wird uns über Komik ein Spiegel vorgehalten, der sehr nachdenklich macht...
Das Drama einer Wohngemeinschaft - die Wandlungsfähigkeit der beiden Darsteller war zugleich beeindruckend und erschütternd...
Eine Aufführung wie ein Donnerschlag...
… nach diesem Stück hören die Diskussionen lange nicht auf. Mehr kann Theater kaum leisten.
Erschreckend war auch das Aufzeigen der Macht der Wörter und Bilder. Dagegen kommt man nicht an, wenn man sich nicht auf dieses Niveau begeben will. Die Darstellung der verschiedenen Charaktere durch zwei Künstler war großartig gelungen, der aktuelle Bezug ließ einem den Atem stocken - vielen Dank für das tolle Theaterstück...
Es war ein sehr guter Theaterabend voller Spielfreude und großem Können der beiden Darsteller mit dem Erkenntnisgewinn, dass leider Antisemiten eben Antisemiten bleiben, auch wenn sie andere Wörter verwenden. Und Menschen, die keine Ahnung haben, sich nach wie vor beeinflussen lassen und glasklare Bilder direkt vor ihrer Nase nicht erkennen können, weil sie sich mit scheinbar gutmenschlichen Phrasen zufriedengeben. Sie wollen aus der Geschichte lernen, kennen diese aber nicht, geschweige denn die Zusammenhänge. Und diejenigen, die es können, trauen sich nicht, weil Abhängigkeiten bestehen...
Eine gelungene Inszenierung!" Angefangen mit der kreativen Bühnengestaltung, wenige Requisiten , die den Blick auf das Wesentliche richteten. Tolle Leistung der beiden Schauspieler im ständigen Rollentausch. Das Stück hat vor allem gut aufgezeigt, wie der erstarkende linke Antisemitismus/ Antizionismus mit all seinen Facetten und Stereotypen bis in die Mitte unserer Gesellschaft hinein wirkt, selbst in den Kulturbereich und an den Unis. Für mich war die zentrale Figur in der WG die Vermieterin, sie verkörperte die Mitläuferin,  politisch völlig ahnungslos, unkritisch und naiv folgt sie den Parolen des linksradikalen und extremistischen Antisemiten, fühlt sich als Gutmensch, während  im Hinterzimmer....
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